Drei Fragen an ... Sandra Richter

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00:00:01: In der Rubrik Drei-Fragen an stellt die Koordinierungsstelle Vielfalt in der Kindertagesbetreuung Fragen an Expertinnen und Akteuren der frühen Bildung zu Fragestellungen rund um die Themenfelder, Diversität, Fluchtzuwanderung und Antidiskriminierung in der frühkindlichen Bildung.

00:00:20: In dieser Ausgabe haben wir drei Fragen an Sandra Richter gestellt.

00:00:24: Sandra Richter ist Kindheitspädagogin, Bildungsreferentin, Autorin, Multiplikatoren für den Ansatz der vorteilsbewussten Bildung und Erziehung.

00:00:33: Langjährige Mitarbeiterin des Instituts Kinderwelten für diskriminierungskritische Bildung eV- und Landeskoordinatorinnen des Elternprogramms Schad suche H AG in Sachsen-Anhalt.

00:00:45: Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Antidiskriminierung und Machtkritik.

00:00:48: Seit vielen Jahren begleitet sie pädagogische Fachkräfte und Einrichtungen auf ihrem Weg zu einer inklusiveren Praxis.

00:00:56: In Ihrem neuen Buch Nimm ich Ernst, Adultismus erkennen und abbauen, lädt Sie dazu ein sich mit dem Thema Adultismus auseinanderzusetzen und junge Menschen ernst dazunehmen.

00:01:10: Santa Richter in Ihrem Buch Nämlich Ernst zeigen Sie Wege zu einem weniger adultistischen Leben.

00:01:17: aber wie erkennt man Adultismus eigentlich?

00:01:19: Was bedeutet Adotismus im Kita-Alltag?

00:01:22: Wie zeigt das sich und wie wirkt es sich

00:01:24: aus?".

00:01:26: Für mein Buch, nämlich Ernst durfte ich mit vielen jungen Menschen sprechen.

00:01:30: Und die haben Adotysmus mit sehr klaren Worten definiert.

00:01:34: So hat Mila zum Beispiel gesagt, Adotismus ist die Ungerechtigkeit, die Erwachsene mit Kindern machen.

00:01:40: Elif hat Adotystmus als Situation beschrieben in denen Erwachsenen denken sie seien etwas Besseres als junge Menschen nur hat darauf verwiesen dass Erwachser am Ende immer bestimmen Und Sani hat mit seiner Aussage, dass Allotismus für Rassismus ist nur auch gegen meiste Kinder sehr deutlich gemacht wie gut er sich damit auskennt.

00:02:01: Also ihr merkt all die Aussagen beschreiben wir sehr genau was Allotismus isst Die macht Ungleichheit zwischen jungen und erwachsenen Menschen Die höher Bewertung Erwachsene anliegen Und die systematische Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen aufgrund ihres Alters.

00:02:19: Allotismus wirkt in einzelnen Begegnungen, aber eben nicht nur dort.

00:02:22: Er steckt auch in Sprache, Rehbeln, Institutionen wie Kitas und Schulen, Gesetzen, Räumlichkeiten im öffentlichen Raum und in all den gesellschaftlichen Vorstellungen darüber, wie Kinder und Erwachsene angeblich sind.

00:02:35: Das heißt er wirkt und er ist und wirkt überall.

00:02:39: Erwachsener als Erwachsener haben wir gegenüber jungen Menschen mehr Macht.

00:02:43: Der Satz kann erst mal Widerstand auslösen, weil Macht oft sofort mit absichtlichen Machtmissbrauch verbunden wird.

00:02:51: Macht zu haben bedeutet aber auch dass wir Veränderungen ermöglichen können.

00:02:56: Was bedeutet Macht in Kitas?

00:02:59: Dort gestalten wir Tagesabläufe Wir verfügen über Schlüssel, verweiten finanzielle Mittel und Informationen.

00:03:05: Wir entscheiden welche Räume zugänglich sind Und wann etwas beginnt oder eben auch endet.

00:03:11: Wir beurteilen Verhalten und legen fest, welche Erklärung in einer Situation gilt.

00:03:16: Aber wir können eben auch UnterstützerInnen sein und Schutz bieten, beschwerden wahrnehmen und bearbeiten.

00:03:23: Wir können institutionelle Entscheidungen anstoßen, Veränderungen bewirken und einen sicheren Ort für junge Menschen schaffen.

00:03:30: Das heißt Macht ist nicht automatisch schlecht.

00:03:34: Unternehmen haben erwachsene Realschutz- und Fürsorgeaufgaben.

00:03:38: Ein junges Kind muss darauf vertrauen können, dass ein Erwachsener eine Gefahr erkennt, die es vielleicht noch nicht erkennen konnte.

00:03:44: Wir müssen für Nahrung sorgen oder Unterstützung organisieren.

00:03:48: Also die entscheidende Frage ist nicht haben Erwachsene gemacht?

00:03:51: Oder nicht?

00:03:52: Die Frage lautet immer wie nutzen wir die Macht, die wir haben als Erwachser.

00:03:57: Nutzen wir sie für Sicherheit, Rechte und Handlungsmöglichkeiten junger Menschen um die zu stärken?

00:04:03: Oder wird aus unserer Verantwortung pauschales Recht über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden?

00:04:08: Begründen wir Entscheidungen konkret und verständlich, prüfen wir Alternativen, hören wir ein Nein auch dann wenn es unseren Ablauf stört.

00:04:17: Und sind wir bereit unsere Entscheidung zu korrigieren?

00:04:22: Wie zeigt sich Annotismus?

00:04:23: Ich habe es gerade schon gesagt ihr ist überall und der steckt nicht nur in offen abwertenden Sätzen wie dafür bist du noch zu klein oder du verstehst es sowieso nicht.

00:04:31: Er kann auch vermeintlich nach Anführungsstrichen freundlich daherkommen und den Etiketten wie ach Kinder sind alle so süß liegen.

00:04:40: Er kann auch in einem ungefragten Hochheben stecken, in einem Lachen über eine kindliche Äußerung im Sprechen über einen jungen Menschen während er daneben steht oder an einer Beteiligungsfrage bei der die Entscheidung nichts gefallen ist und vieles mehr.

00:04:55: Er kann individuell auftreten wenn eine erwachsene Person handelt oder spricht.

00:05:00: Er wirkt institutionell wenn Regeln und Abläufe junger Menschen systematisch ausschließen und er wirkt eben gesellschaftlich, wenn Kind sein grundsätzlich als weniger vernünftig, weniger glaubwürdig oder weniger wertvoll gilt.

00:05:14: Und zum Schluss vielleicht noch ein ganz wichtiger Gedanke.

00:05:17: Allotismus betrifft alle jungen Menschen und zugleich erleben ihn nicht alle auf die selbe Weise.

00:05:24: Weitere Diskriminierungsformen wie Rassismen, Abelismus, Klassismus, Sexismus, Queer- und Transfreundlichkeit verschränken sich mit Allotismus und verstärken das Unrecht, dass junge Menschen erleben müssen.

00:05:36: Die Auswirkungen sind vielfältig und sehr unterschiedlich.

00:05:40: Manche Kinder protestieren laut, andere sichten sich zurück oder passen an.

00:05:46: Und gerade Anpassung wird ja im pädagogischen Alltag leider häufig als Zeichen dafür gelesen das alles in Ordnung ist.

00:05:52: Da lohnt es sich sehr nochmal genauer hin zu gucken.

00:05:55: Und junge Menschen erleben eben durch Allotismus meine Perspektive zählt weniger, Erwachsene scheinen... Sie haben ein bisschen mehr als ich und wissen auch irgendwie besser, was ich fühle.

00:06:07: Meineine ist verhandelbar oder oft auch ohne Wert.

00:06:11: Sie erleben auch richtig auf Widerspruchbring-Ärger.

00:06:15: So viele Kinder haben für das Buch... Also wenn ich mir den nicht für dieses Buch gesprochen habe gesagt ja dann schreien sie wieder.

00:06:21: also so ganz viel verschlossenen Raum für kritische Nachfragen oder kritisches Feedback von jungen Menschen.

00:06:29: Und solche wiederholten Botschaften werden eben Teil davon, wie junge Menschen sich selbst andere und Machtverhältnisse verstehen.

00:06:36: Da sind ja zum einen Beinternisierung und zum anderen auch bei vielen weiteren Auswirkungen von Autotismus.

00:06:45: Mit Ihrem Buch möchten Sie dazu beitragen, dass Macht gerechter verteilt und Diskriminierung abgebaut wird.

00:06:52: Welche konkreten Praxistips empfehlen Sie?

00:06:55: etwa in alltäglichen Schlüsselsituationen wie Essen, Spielen, Schlafen oder beim An- und Ausziehen oder beim Regeln aushandeln damit Kinderperspektiven systematisch einbezogen werden.

00:07:07: Für mich beginnt eine wenige alutistische Praxis mit einer sehr konkreten Frage und zwar wo können junge Menschen tatsächlich Einfluss auf ihr Ereignis leben?

00:07:15: Und all das nehmen was sie jetzt und in Zukunft betrifft und wo entscheiden wir zu unrecht für Sie und ohne sie?

00:07:25: Beim Essen können wir zum Beispiel prüfen, müssen Kinder probieren oder aufessen.

00:07:31: Können sie selber wahrnehmen und mitteilen ob und wie viel sie essen möchten?

00:07:35: Können Sie über die Reihenfolge der Speisenfrei entscheiden?

00:07:38: oder gibt es immer noch den Nachtisch nach dem Essen?

00:07:41: Oder wie reagieren erwachsenen wir den Kind etwas ablehnt oder mehr davon möchte?

00:07:47: Beim Schlafen und Ausruhen stellen sich unter anderem die Fragen, ob aus dem Bedürfnis mancher Kinder oder wie oft auch aus organisatorischer Notwendigkeit eine Regel für alle wird.

00:07:57: Also muss ein Kind schlafen, und lange still bliegen, obwohl es gar nicht müde ist?

00:08:02: Oder werden unterschiedliche Rohbedürfnisse berücksichtigt?

00:08:06: Sind Rückzug-und Ausruhn individuellem Tagesverlauf möglich?

00:08:11: Und wer entscheidet eigentlich darüber wenn Mensch müde isst und was daraus folgt?

00:08:17: Beim Anziehen können wir als erwachsene Wetterinformationen und unserer Einschätzung ganzverständlich benennen, aber eben ohne die Wahrnehmung eines Kindes mit einem Satz wie Die ist kalt oder ähnlichem zu überschreiben.

00:08:30: Und wenn Zeitdruck entsteht dürfen wir uns bewusst machen, der Zeitdrucks ist zunächst ein erwachsenes beziehungsweise organisatorisches Problem und nicht etwas worunter die Entscheidungsmöglichkeiten jünger Menschen leiden dürfen.

00:08:45: Gerade bei dem Thema muss ich immer an das Gespräch mit Amara denken und ihren Satz jedem ist anders kalt.

00:08:52: Sie hat so gut beschrieben, wie wir es häufig handhaben als Erwachsene und was sie sich wünscht dabei.

00:09:01: Unsere Aufgabe ist eben die Selbstvernehmung der jungen Menschen zu unterstützen und sie auch zu begleiten, denen sie das immer besser wahrnehmen können aber eben nicht, sie ihnen zu nehmen.

00:09:12: Und auch beim Spielen lohnt sich der Blick darauf, wer Beräume, Materialien und Zeit verfügt.

00:09:17: Also müssen die Kinder zum Beispiel immer ihr Spiel dann abrechnen, wenn unser Tagesplan es vorsieht?

00:09:22: Welche Abläufe können wir vielleicht ganz anders organisieren damit das Vorhaben oder die Vorhabend der Kinder mehr Gewicht erhalten?

00:09:30: Wer entscheidet eigentlich was gerade relevant hat oder was unordentlich oder ordentlich ist oder auch wann was ordentlich oder unordnlich sein muss?

00:09:39: Viele Fragen dieser Art dürfen wir uns immer wieder stellen Und das Wichtigste daran, sie vor allem gemeinsam mit den Kindern besprechen.

00:09:49: Beim Thema Regeln empfehle ich einen ganz einfachen Regelcheck also einmal die Frage welches konkrete Problem soll diese Regel eigentlich lösen und für wen?

00:10:00: Und gibt es dafür tatsächlich Belege?

00:10:02: Das ist auch eine gute Frage als für das Probleme- und die Lösung.

00:10:06: Und gilt die Regel vielleicht ebenso viel erwachsener?

00:10:08: und wenn nicht warum nicht?

00:10:09: Also wie ist das geregelt und gerechtfertigt?

00:10:13: Und auch wer hat sie aufgestellt, ist so eine wichtige Frage.

00:10:16: und waren Kinder daran beteiligt.

00:10:18: So eine immens wichtige Frage.

00:10:21: Ismael hat dazu in den Gesprächen für das Buch nämlich ernst gesagt wir haben die Regel nie gemacht aber müssen Sie machen.

00:10:27: alle Regeln sind fast so ein ganz klare Anzeige dass da wenig mit den jungen Menschen immer die Regeln gesprochen wurde.

00:10:35: Dann dürfen wir uns fragen welche Alternativen werden möglich?

00:10:39: Und auch wie können junge Menschen mir da sprechen oder eine Veränderung anregen ohne Angst haben zu müssen.

00:10:45: Auch dazu möchte ich erstmal eh noch mal zitieren, da ging es um die Regel zum Thema Aufräumen im Theaterraum und er hat gesagt wir konnten nicht sagen dass wir nur noch kurz brauchen.

00:10:56: und dann hat er noch gesagt das wird mit dem Aufräum nicht verstehen.

00:10:58: konnten wir auch nicht sagen haben wir uns nicht getraut?

00:11:02: wenn jemand so meckert traut man sich nichts was zu sagen.

00:11:06: Hauptsache muss ich gar nichts ergänzen.

00:11:08: Und entscheidend ist außerdem, dass Kinderperspektiven nicht erst so ganz am Ende als nette Rückmeldung eingeholt werden.

00:11:16: Sondern eine systematische Beteiligung von jungen Menschen bedeutet vor einer Entscheidung während der Umsetzung unternach und wir sollten am Schluss auch nicht nur fragen Ist es für euch okay?

00:11:27: Das lebt ja fast schon zum Ja ein oder auch zum Nein?

00:11:30: aber dann haben wir noch richtig viel erfahren.

00:11:33: hilfreicher sind Wie bei allen Gesprächen eigentlich, die wir mit Menschen in jedem Alltas führen eher offene Fragen.

00:11:38: Also wie ist es für euch?

00:11:39: Was findet ihr rot?

00:11:41: Was sollte anders sein?

00:11:42: oder wer haben was verändert?

00:11:43: Wie ist das jetzt für euch und was passt noch nicht?

00:11:46: Und dabei braucht's aber eben ganz unterschiedliche Wege weil nicht alle Kinder ihre Perspektive in einer Gesprächsrunde formulieren können oder wollen.

00:11:54: Also dann dürfen wir gucken, können wir mit Symbolen arbeiten, mit Zeichnungen... mit Tandems, wo Kinder einander unterstützen ihre Meinung mit reinzubringen.

00:12:05: Also da gibt es ja ganz viele verschiedene Wege die auch glaube ich ganz viel in Einrichtung schon längst begannen sind rund ums Thema Partizipation Beteiligung und so weiter und sofort.

00:12:18: Veränderungsprozesse hin zu einem Macht- und diskriminierungskritischen Ansatz können auf Widerstände stoßen.

00:12:24: wie können leitungskräfte Fachberatungen und FortbildnerInnen diese Prozesse gut begleiten und welche praxistauglichen Methoden, Impulse- und Leitlinien helfen, Allotismus im Team anzusprechen und tragfähig im Kitaalltag zu verankern.

00:12:41: Auf Leitung, Fachberatungs- und Fortbildungsebene ist vor allem ein Punkt wichtig.

00:12:46: Allotismuskritische Veränderungen darf nicht zur privaten Aufgabe Einzelner besonders engagierter Fachkräfte werden – und sie ist wie jede Veränderung in dem Prozess.

00:12:55: Wenn eine Einrichtung möchte, dass Kinder weniger Allotismus erleben, braucht es dafür Strukturen und strukturelle Veränderungen.

00:13:02: Haltung können zum Beispiel verbindliche Reflexionszeiten schaffen.

00:13:05: Konkret für das Thema Allotismus muss auch nicht immer eine ganze DB sein sondern fünfzehn Minuten in jeder DB.

00:13:12: gucken wir auf Allotistmus anhand von einem kleinen Beispiel.

00:13:15: Sie können Beschwerdewege für junge Menschen um Kolleginnen oder auch Bezugspersonen absichern Zuständigkeiten klären und deutlich machen, dass es ansprechend ungerechte Situationen kein Angriff auf Kolleginnen ist.

00:13:27: Sondern Teil unserer professionellen Verantwortung.

00:13:30: Und ein Weg wie wir zu einer Lerngemeinschaft werden können.

00:13:34: Eine

00:13:35: Methode die sich in der Praxis als hilfreich erwiesen hat in den Einrichtungen mit denen ich gearbeitet habe ist nicht sofort über die Haltung des ganzen Teams zu diskutieren sondern mit einer konkreten Situation zu beginnen.

00:13:46: Die können wir zum Beispiel auf vier Ebenen betrachten.

00:13:49: erstmal zur Analyse, was wurde gesagt oder getan.

00:13:52: Welche Regel- oder Routine wirkte?

00:13:55: Welche organisatorischen Bedingungen etwa Zeitpersonal der Räume haben dabei eine Rolle gespielt und welche Vorstellungen über Kinder und Erwachsenen wurde darin sichtbar.

00:14:04: Und wenn wir das angeschaut haben, können wir dann nochmal ein Abrecht gehen mit dem wie wir arbeiten möchten oder was konzeptionell verankert ist und welche Veränderung es braucht.

00:14:14: und das kleinteilige Vorgehen verändert häufig auch das Ausmaß von Abwehr.

00:14:19: Und es macht in meinem Verständnis auch immer deutlich, wir sind alle Lernen, den wir lernen gemeinsam, und das Verkern um den wir uns bewegen ist das Wohl der jungen Menschen unserer Einrichtung.

00:14:30: Weil so haben wir das immer gemacht könnte es in der Leitung vielleicht auch fragen welches Problem nur ist diese Praxis eigentlich?

00:14:37: Wissen wir dass sie dafür notwendig ist und was würde passieren wenn wir für vier Wochen eine andere Variante probieren oder erproben, also auch da kleinteilig überschaubar konkret.

00:14:49: Und bei Zeitdruck müssen Leitung und Regie natürlich auch fragen und auch absichern welche Abläufe, Personalsituationen oder Übergänge produzieren den Druck und was braucht es an der Stelle für Veränderungen?

00:15:00: Meiner Erfahrung nach hilft wenn Bezugspersonen sorgen oder bedenken oder auch Unverständnis äußeren Transparenz und auch deutlich zu machen, dass Adotismus-kritische Arbeit nicht heißt Kindern jegliche Entscheidungen wahrlos überlassen oder den Schutz aufzugeben in unsere Verantwortung.

00:15:18: Sondern das heißt notwendige Grenzen nachvollziehbar zu begründen weniger einschränkende Alternativen zu prüfen und Kindern auch innerhalb einer Grenze als Menschen mit eigener Wahrnehmung und eigenen Rechten ernstzunehmen.

00:15:31: In der Einrichtung die habe ich fast zwei Jahre auf ihrem Weg begleiten dürfen haben Kinder einmal wieder vorgestellt, was sich verändert hat.

00:15:39: Warum?

00:15:40: Und wie es jetzt für sie ist und wie sie das finden.

00:15:43: Ich erinnere mich gerade an den Nachmittag im Tornraum.

00:15:45: dann gab's Fotos gegen die Essenssituationen und Interviewauszüge und die Kids haben mir in Eltern das erklärt und das waren viel Stellen so viel wirksamer oder auch beruhigender für die Erwachsenen als unsere Erklärung, als Pädagogin.

00:15:59: Also auch das ist eine Möglichkeit.

00:16:01: Es geht sowieso darum, die Kinder einzubinden nicht in die Verantwortung zu übergeben und ein bisschen einzubünden.

00:16:06: Und vielleicht haben sie Lust, ihren Eltern das in so einer Weise zu erklären?

00:16:11: Für Teams finde ich außerdem verbindliche Absprachen super hilfreich.

00:16:15: Zum Beispiel wenn der Erwachseneperson wahrnimmt dass die Grenze oder Perspektive eines Kindes übergangen wird soll sie einschreiten.

00:16:23: also der Schutz Der Kinder kommt immer zuerst.

00:16:27: Und es ist auch kein Angriff auf die Kollegen, das ist eine Unterstützung.

00:16:31: Das Gespräch darüber, warum was passiert ist und welche Bedingungen verändert werden müssen

00:16:34: usw.,

00:16:35: das kann anschließend stattfinden.

00:16:36: erst mal geht zum Schutz.

00:16:38: Es ist häufig noch ungewohnt aber es ist eben so wichtig.

00:16:42: Auch hier hilft uns die Verständigung darauf dass wir als Team gemeinsam lernen.

00:16:48: Wir brauchen einander dafür.

00:16:49: ich habe ja immer nur meinen Kopf und ist in Sichtweise und kann sehr dankbar sein, wenn ein anderer Mensch mich darauf hinmeist dass ich da irgendwas übersehe oder missverstanden habe und meine Perspektive erweitert und mein Lernen unterstützt.

00:17:02: Also ich glaube als Team klar an der Sache zu sein und auch bei Kritik menschlich zugewandt und wohlwollend ist es so hilfreich Und das geht gleichzeitig keinen Widerspruch klar zu sein um zugewannt und wohlwollnd Und Fachberater und Fortbildnerinnen können solche Prozesse unterstützen, indem sie nicht nur Wissen über Adotismus vermitteln sondern Teams für einen längeren Zeitraum begleiten.

00:17:25: Dabei begleitet eine Routine zu untersuchen, konkrete Veränderungen zu erproben und es ist auch immer wieder auszuwerten.

00:17:32: Ich empfehle dabei wirklich nach dem Schaffen der gemeinsamen Grundlage überschaubare Schritte.

00:17:36: Der Kita-Alter ist unfassbar voll und deswegen kleinteilig und kontinuierlich.

00:17:41: das was trägt eine konkrete Praxis aus, wie ein Zeitraumfest legen, verändern Kinder einbeziehen und anschließend gemeinsam mit allen dies betrifft prüfen was es für die kinder tatsächlich anders geworden ist.

00:17:54: sagen sie uns was fehlt noch?

00:17:56: Was ist mega gut geworden?

00:17:58: weil genau daran sollte sich Veränderung am Ende messen dass nicht daran ob wir wachsendes gefärben sind wir super reflektiert und haben das irgendwie geregelt da ist wieder das mal sondern wie ist es für den jungen Menschen.

00:18:10: Und noch drei Mini-Tipps, die höffentlich auch Unterstützung bieten können.

00:18:14: Im September erscheint beim paratetischen Verband der Selbstevaluation zum Thema Allotismus, die ich gemeinsam mit Philipp Mied entwickeln durfte.

00:18:22: Die wird kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt und kann auch als Team bearbeitet werden – in Vorbildungen kann man sie auch nutzen!

00:18:29: Ebenfalls ab September wird es ein Online-Kurs von mir zum Thema Alotismus geben, der heißt Nehnt uns Ernst Und bitte die Chance, sich in acht Modulen nochmal ganz kleinteilig und dann haben wir von vielen Beispielen mit dem Thema zu beschäftigen.

00:18:42: Der Kurster kann individuell bearbeitet werden aber eben auch mit einer Team-Lizenz gemeinsam als Team im Häppchen oder noch kleineren Häppchern.

00:18:52: Und absoluter Herzenszipp!

00:18:54: Im Oktober erscheint herausgegeben von Manuela Ritzin.

00:18:56: wie Schwarz und Soki im Unrestverlag des Pogs so ist das Leben mit Alexin in dem junge Menschen uns erzählen, wie es so ist mit unseren Wachsinnen und welche Veränderungen sie sich wünschen.

00:19:08: Daran anknüpft wird möchte ich meine Antwort mit den Worten von Malou abschließen die auf die Frage was Sie sich von der Wachsen wünscht zu mir gesagt hat cool wäre wenn erwachsen erst mal aufhören so zu tun als gäbe es kein Allotismus.

00:19:21: er ist überall und dann können sie uns fragen was sie dagegen tun kann.

00:19:26: das ist nämlich ihre Aufgabe.

00:19:28: wir haben uns das ja nicht ausgedacht dass wir weniger zu sagen hatten als sie.

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